Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“: Prüfung runderneuert.

18.09.2017

Künftig steht bei der Prüfung für das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ das individuelle Profil der Betriebe im Mittelpunkt. Zudem hat der Bundesverband der Einzelhandelsgärtner ein vereinfachtes Punkteschema entworfen. Von Katrin Klawitter

Neues Konzept für Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“

Qualitätszeichen Premium Gärtnerei
Das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ soll wieder attraktiver für den gärtnerischen Fachhandel werden.

Olaf Beier, Vorsitzender des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE), war extra nach Hannover-Ahlem gekommen, um die Besucher des dortigen Beet- und Balkonpflanzentages persönlich zu begrüßen. Aber Beier hatte eine Mission: Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen im BVE arbeitet er bereits seit dem Frühjahr an einem neuen Konzept für das bundesweite Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“.

Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ soll wieder attraktiver werden

Das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ soll wieder attraktiver für den gärtnerischen Fachhandel werden. „Wir möchten weit mehr Betriebe als bisher für die Teilnahme begeistern.“ Das wünschen sich Beier und seine Kollegen im BVE. Sie sehen das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ als wichtiges Instrument, um Einzelhandelsgärtnereien mehr aus dem Wettbewerb herauszuheben. „Unser Ziel heißt Premiumgärtnerei 2020 und soll für die Betriebe weiterhin ein wichtiger Betriebscheck mit Hilfe zur Selbsthilfe sein“, so der BVE-Vorsitzende.

Gemeinsam sitzen BVE- und Prüfungsmitglieder derzeit daran, die Prüfkriterien zu überarbeiten. Unter anderem erstellt Dr. Gabriele Weimann, Beraterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und langjährige Leiterin der niedersächsischen Prüfkommission für das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“, ein Handbuch mit den wichtigsten „Big Points“ der Prüfung, mit deren Hilfe sich jeder Betrieb auf die Prüfung vorbereiten kann.

Vereinfachtes Punkteschema bei der Prüfung zum Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“

Außerdem will man künftig mit einem deutlich vereinfachten Punkteschema testen, dafür aber mit detaillierterem Katalog, der die Kriterien für das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ genau darlegt. Immer im Fokus soll dabei stehen, welches Profil der einzelne Betrieb nach außen zeigen will – und ob alles, was er an inner- und außerbetrieblichen Aktivitäten und Außendarstellung umsetzt, zu seinem eigenen Profil passt. „Damit wird es künftig nicht mehr unbedingt wichtig sein, ob ein Betrieb beispielsweise auch einen Anteil Eigenproduktion hat oder ob er bestimmte feste Kriterien alle erfüllt – wichtig ist nur, dass alles zum Profil passt“, erläuterte Beier näher.

Parallel dazu will der BVE die PR für die Betriebe intensivieren, die das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ bereits erhalten haben. Regelmäßige Beiträge sind geplant, damit der Verbraucher immer wieder etwas über Premiumgärtnereien liest. Die Botschaft an ihn: „Wir sind die Experten, kommen Sie zu uns, hier werden Sie beraten.“ Mit den ersten Testprüfungen nach neuem Schema beginnen die Niedersachsen bereits in diesem Herbst, bundesweit soll das neue Prüfkonzept für das Qualitätszeichen „Premium Gärtnerei“ 2018 an den Start gehen.

Zur Autorin: Katrin Klawitter ist freie Journalistin für die Grüne Branche. Sie ist für das Redaktionsteam der TASPO und weitere Medien aktiv.

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