Stapeln von CC-Karren: Technische Lösungen gesucht

Erneut hat in den Niederlanden die Task Force zum Thema Stapeln von CC-Karren getagt. Die niederländische SZW-Inspektion hatte im Zusammenhang mit dem aktuellen Treffen noch einmal betont, dass es in der Verantwortung der Branche liegt, geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

CC-Karren mit technischer Lösung erhöhen

CC-Karren Pflanzencontainer arinahabich Fotolia
Der Gartenbaubetrieb Dominik aus Hörstel hat ein System entwickelt, durch das CC-Karren wie hier im Bild stabiler gestapelt werden können. Foto: arinahabich / Fotolia

Der Gartenbaubetrieb Dominik aus Hörstel stellt sich dieser Verantwortung sehr tatkräftig: Nach einem Karren-Ladungssicherungssystem im Lkw, bieten Dominiks derweil auch eine technische Lösung an, mit der sich die Stabilität von gestapelten CC-Karren mit allen üblichen Stangenlängen erhöhen lässt.

Kern der Idee ist ein selbst entworfenes Metallbauteil, das von außen die instabilen Stapelstellen stützt – kombiniert mit einer Konstruktion aus Zwischensteckhülsen im Inneren der Holme. Wie ein Test mit zwei- und dreifach gestapelten und mit je 200 Kilo beladenen Karren zeigt, stürzen die so gesicherten Karren auch bei schneller Vorwärts-Drehbewegung beim Schieben durch den Mitarbeiter lange nicht um. „Wir haben hier den Super-Gau simuliert – aber dank der Sicherung ist nichts passiert“, sagen die Gärtner.

Idee zur Ladungssicherung von Pflanzenkarren mit Dekra-Award prämiert

Uwe Dominik hat für seine Ladungssicherungsidee für gestapelte CC-Karren bereits zwei Auszeichnungen bekommen, eine von der Berufsgenossenschaft sowie den dritten Platz beim „Dekra-Award“. Die Frage, ob er denn bereits Anfragen aus der Praxis bekommen habe, muss der findige Unternehmer leider verneinen. Nun warten Dominiks auf eine Einladung der Task Force, um ihre Sicherungssysteme dort vorzustellen. Die wird sich am 18. Dezember 2017 erneut treffen. Weitere Konsultationen mit der SZW-Inspektion finden laut LTO am 27. Februar 2018 statt.

Deutsche Unternehmen wollen sich der Taskforce CC-Karren anschließen

An der Taskforce zum Thema Sicherung von Pflanzenkarren sind die LTO mit dem Arbeitssicherheitsdienst Stigas, Lieferanten, Handel und Einzelhandel sowie mit der Aufsichtsbehörde für soziale Angelegenheiten und Beschäftigung (SZW) beteiligt.

Deutsche Unternehmen wie beispielsweise der Vermarkter Landgard haben laut Detlef Rix, Bereichsleiter CC-Logistik, Landgard Blumen  &  Pflanzen GmbH, an dem Treffen nicht teilgenommen. „Zurzeit betrachtet LTO Glaskracht das Thema als nationale, niederländische Fragestellung und stimmt sich mit den direkt betroffenen Parteien ab. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Arbeitsgruppe dann um weitere Marktteilnehmer erweitert. Diesbezüglich stehen wir in Kontakt mit LTO Glaskracht“, erläutert Rix. Nach seinen Informationen werden in den Niederlanden aktuell verschiedene mechanische Lösungen zur Stabilisierung von CC-Karren diskutiert.

Landgard selbst hat interne Prozesse wie angekündigt durch eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit überprüfen lassen. Zurzeit werde eine Gefährdungsbeurteilung erstellt. „Auf Basis der Ergebnisse werden wir eine Betriebsanweisung verfassen und die Thematik mit in unsere jährlichen Sicherheitsunterweisungen aufnehmen“, so Rix. Bei Landgard gehe es dabei speziell um die Nutzung mit kurzen Holmen. Eine Nutzung beziehungsweise Stapelung von CC-Karren in der Art und Weise, die ursächlich für den Unfall in den Niederlanden war, finde bei Landgard keine Anwendung. „Welche Auswirkungen die Untersuchungen der niederländischen Arbeitsgruppe auf die Stapelung von Karren mit kurzen Holmen haben, lässt sich zurzeit noch nicht abschätzen.“

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