Zum Austritt des BdB aus dem ZVG

27.08.2018

Zum Austritt des BdB aus dem ZVG

 

Das Tauziehen zwischen BdB und ZVG endet in der Trennung der beiden Verbände.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) hat gekündigt und beendet seine Mitgliedschaft im Zentralverband Gartenbau (ZVG) zum Ende des Jahres. Wie reagieren die Landesverbände? Fachredakteurin Gabriele Friedrich hat nachgefragt.

Wie fasst der Zentralverband Gartenbau die Kündigung auf?

Wie wird die Kündigung des BdB aus dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) aufgefasst? Und welche Veränderungen wird es auf Landesebene und in der praktischen Verbandsarbeit geben? Aus Bayern erreichte uns die folgende Stellungnahme:

„Mit großem Bedauern haben das Präsidium und die Landesdelegiertenversammlung des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes (BGV) die Kündigung des BdB-Bundesverbandes aufgenommen. Diese Entscheidung kam nicht aus heiterem Himmel, sodass sich die Gremien des BGV nach der Grundsatzentscheidung des BdB in Goslar im Januar bereits mehrfach mit dieser Frage befasst haben. Dabei galt das Grundprinzip, dass man die Zusammenarbeit auf Landesebene möglichst fortsetzen möchte, es dazu aber einer Neuaufstellung bedarf. Bisher ist der BdB-Landesverband Bayern Mitglied im Bayerischen Gärtnerei-Verband.“

Baumschulen erhalten gleiche Leistungen wie andere Mitglieder auch

„Die Baumschulen erhalten in der individuellen Betreuung die gleichen Leistungen wie alle anderen Mitglieder auch. Baumschulen haben Zugang zu den gleichen Informationen und können sich an den umfangreichen Gemeinschaftsmarketingaktivitäten des BGV, dem Seminarangebot und anderem beteiligen. Etwa die Hälfte der BdB-Mitglieder nutzen diese Angebote intensiv.

Viele Angebote des BGV basieren auf Arbeiten des ZVG, sei es in der Bewertung von Informationen, sei es in der Aufbereitung in Form von Merkblättern und ganz besonders auch als Back Office bei den vielfältigen Beratungsthemen des gärtnerischen Unternehmertums. Fast ein Drittel der Beitragseinnahmen des BGV wendet der bayerische Landesverband als Beitrag an den ZVG auf und zwar ohne große Diskussionen, sehen doch alle Mitglieder, dass damit auch Leistungen verbunden sind. Mit der Kündigung des BdB tragen Baumschulen nunmehr nicht mehr zur Finanzierung der Arbeit des ZVG bei, deren Ergebnisse über den BGV bis zum Einzelmitglied Wirkung entfaltet.“

Wie können Baumschulen auch künftig an Betreuungsleistungen des BGV teilhaben?

„Deshalb mussten als Folge der BdB-Kündigung auch die Gremien des BGV reagieren. Um eine Neuaufstellung zu ermöglichen, hat der BGV dem BdB-Landesverband Bayern die Mitgliedschaft zum 31. Dezember 2018 gekündigt und gleichzeitig ein Gesprächsangebot unterbreitet.

Dazu wurde konkret ein Angebot über eine zukünftige Geschäftsbesorgung vorgelegt und vorgeschlagen, über einen Weg zu sprechen, wie Baumschulen, die das wünschen, auch zukünftig an den umfangreichen Betreuungsleistungen des BGV partizipieren können. Da bisher noch kein Gespräch stattgefunden hat, gibt es auch noch keine Ergebnisse. Vertreter beider Organisationen haben sich in Vorgesprächen zugesichert, das verbleibende halbe Jahr zu nutzen, um zu guten Lösungen für die Branche zu gelangen.

Der BGV wird unabhängig davon auch weiterhin mit dem BdB-Landesverband in der Landesvereinigung Gartenbau Bayern sowie in der Landesgartenschau Bayern GmbH vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass der politische Auftritt unabhängig von den Gesprächen auch weiterhin gemeinsam stattfinden wird. Der Beitrag des BdB-Landesverbandes am Gesamthaushalt des BGV macht gut drei Prozent aus. Das bedeutet, dass der BGV das Fehlen dieser Beitragseinnahmen sehr wohl spüren würde.

Aber unmittelbare strukturelle Änderungen auf die Arbeit der Geschäftsstelle sind augenblicklich auch dann nicht geplant, wenn die Gespräche nicht zu einem für beide Seiten fairen Ergebnis führen werden.“

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